Rainer Zerback (*1958) beschäftigt sich seit 1989 intensiv mit Fotografie. Im Zentrum seiner Arbeit steht das Thema Zivilisation und die Frage, wie der Mensch mit seiner Umgebung interagiert: mit Umwelt und Landschaft, aber auch mit anderen Menschen. Seine Arbeiten untersuchen das Fortwirken von Geschichte und Tradition ebenso wie unseren Umgang mit aktuellen sozialen, politischen und kulturellen Entwicklungen.
Charakteristisch für Zerback ist ein distanzierter Blick, der sowohl den Raum als auch die Zeit betrifft. Bezogen auf den Raum zeigt sich dieser in erhöhten Standpunkten und weiten Blickwinkeln, durch die Details zugunsten übergeordneter Zusammenhänge zurücktreten, aber dennoch präzise lesbar bleiben. Im Hinblick auf die Zeit entsteht eine Spannung zwischen Gegenwart und Zukunft: Häufig nehmen seine Arbeiten eine fiktive zukünftige Perspektive ein, um auf die Gegenwart zu blicken, in anderen Fällen entwerfen sie die Vision einer möglichen Zukunft.